Schnelle und verlässliche Diagnostik mittels hochmodernem Ultraschall

Ultraschallgerät aus der Vogelperspektive

Ultraschallgerät GE Logiq S7 with XDclear aus der Vogelperspektive. ©GE Healthcare

Es ist sehr wichtig, die Strukturen eines Organs oder einer Drüse genau erkennen zu können, um frühzeitig die richtige Diagnose zu stellen!

In Deutschland entfallen aktuell mehr als 100.000 diagnostizierte Neuerkrankungen auf Prostata-, Blasen-, Nieren- und Hodenkrebs. Damit sind 1/4 aller Krebserkrankungen urologische Tumore. Je nach Diagnose und Erkrankung sind bei einer Früherkennung 70-90% der betroffenen Patientinnen und Patienten durch eine entsprechende Behandlung heilbar.

Viele Patientinnen und Patienten erinnern sich noch an die Zeit der Ultraschallgeräte, die ein diffuses Bild in Grautönen lieferten. Diese Zeit ist vorbei. Die heutigen Geräte ermöglichen eine gleichförmig aufgelöste Darstellung, auch der tieferliegenden Regionen. Die Bilder, die wir mit unserem Gerät erhalten, sind gestochen scharf. Die zu begutachtenden Strukturen können dabei farblich hervorgehoben werden. Und selbst die Blutströmungen auch kleinerer Blutgefäße können im Zeitablauf nachverfolgt werden. Aufgrund dieser Vorzüge können wir beispielsweise auch Erkrankungen und Probleme gut beurteilen, die sonst nur schwer feststellbar sind.

Prostata

3 Ultraschallbilder von der Prostata

Links u. Mitte: Darstellung der Gewebeelastizität mit der Strain Elastographie in Dual View Ansicht.
Rechts: Simultandarstellung der Prostata in Transversal-/Longitudinalebene.

  • Abklärung und Größenbestimung bei der Prostatahyperplasie
  • Gewebeelastizitätsmessung der Prostata
  • Sonographisch gesteuerte Punktion der Prostata
  • Tumordetektion mittels CEUS

Hoden

2 Ultraschallbilder von den Hoden

Links: Fein segmentierte Darstellung des Hoden mit Flüssigkeitsansammlung im Hodensack.
Rechts: Darstellung einer Varikozele mittels Linear-Matrix-Sonde u. hochauflösendem Farbdoppler.

  • Nachweis von Veränderungen (Zysten, Tumoren)
  • Tumordiagnostik im Hodenbereich
  • Gewebeelastizitätsmessung am Hoden
  • Darstellung der Vaskularisation am Hoden

Nieren

2 Ultraschallbilder von den Nieren

Links: Fein aufgelöste Darstellung der Nieren-Perfusion mittels B-Flow Color. Rechts: Detektion eines Tumors am Nierenpol. Darstellung mit der ML6-15-Linear-Matrix-Sonde.

  • Lokalisation von Abflusshindernissen im Harntrakt (z.B. Nierensteine)
  • Darstellung von Entzündungen und Abzessen
  • Vaskularisierung der Niere
  • Nachweis von Nierenbeckenentzündungen (Pyelonephritis)
  • Tumordiagnostik an der Niere mittels CEUS

Harnblase und Harnwege

2 Ultraschallbilder

Links: Harnjet eines regulär angelegten Ureters. Darstellung mit B-Flow.
Rechts: Divertikel in der Harnblase mit deutlichem Befall der Blasenwand.

  • Nachweis von Blasenentzündungen (Zystitis)
  • Bestimung des Blasenvolumens
  • Restharnbestimmung und Refluxdiagnostik
  • Wanddickenbestimmung der Harnblase
  • Detektion und Abklärung von Harnleitererweiterungen

(Ultraschallbilder und Teile des Textes mit freundlicher Genehmigung von GE Healthcare, aus dem Leparello „Vorsorge-/Abklärungsdiagnostik mit der LOGIQ Urologie edition“)

Wert(h)voller Bericht über neue urologische Forschungsergebnisse

Viele Gesichter und im Text Hinweis auf den Termin des Kogresses. Motto: "Urologie: Für alle. Für jeden. Für uns."

Bildquelle: Pressemappe zum DGU-Kongress.

Vom 20. bis zum 23. September 2017 habe ich (Dr. Angelika Werth) den 69. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) besucht. Dieser Kongress ist die drittgrößte urologische Tagung der Welt. Dort teilzunehmen, direkt dabei sein zu dürfen, das ist etwas ganz Besonderes, denn dort wird Ärztinnen und Ärzten nicht nur Fortbildung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft geboten. Darüber hinaus bietet sich zum Beispiel auch die Möglichkeit intensive Gespräche zu führen und Informationen aus erster Hand mitzunehmen. Davon profitieren meine Patientinnen und Patienten sehr.

Die zentralen medizinischen Botschaften vom DGU-Kongress lauten:

  1. Der PSA-Test rettet Leben.

    Laut der jüngsten Neu-Analyse der beiden wichtigsten Studien zum PSA-Test – der europäischen ERSCP-Studie und der amerikanischen PLCO-Studie – senkt das Screening die Sterblichkeit am Prostatakrebs um bis zu 32 Prozent. „Unsere Fachgesellschaft sieht sich in ihrer Position bestärkt und bleibt aktuell bei ihrer Empfehlung für eine Tastuntersuchung mit Baseline-PSA-Bestimmung ab 45 Jahren, bei einem Risiko in der Familie ab 40 Jahren, wenn Männer sich nach einer individuellen Beratung für die Prostatakebsfrüherkennung entschieden haben“, so DGU-Generalsekretär Prof. Michel.

  2. HPV-Impfung für Jungen? Ja bitte!

    Studien haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass die HPV-Impfung auch bei Jungen bzw. jungen Männern wirksam ist. Eine Impfung mit dem quadrivalenten HPV-Impfstoff im Alter zwischen 10 und 15 Jahren – aber auch später ist sie noch möglich – führt laut randomisierten kontrollierten Studien im Allgemeinen zu einem guten Schutz vor Genitalwarzen und Vorstufen des Penis- und Analkarzinoms bei Jungen und jungen Männern. Alle verfügbaren HPV-Impfstoffe sind auch für Jungen ab einem Alter von 9 Jahren zugelassen.

  3. Neue Patientenleitlinie „Blasenkrebs“.

    Für Patientinnen und Patienten mit Harnblasenkarzinom ist eine neue Broschüre verfügbar: die Patientenleitlinie „Blasenkrebs“. Patientenleitlinien beruhen genauso wie die Fachleitlinien für Ärztinnen und Ärzte auf dem besten derzeit verfügbaren Wissen, nur dass sie eben etwas besser verständlich geschrieben sind. Hier können Sie die Patientenleitlinie bekommen:

    Als PDF beim Leitlinienprogramm Onkologie: →www.leitlinienprogramm-onkologie.de
    Als Broschüre bei der Deutschen Krebshilfe: →www.krebshilfe.de

  4. „Zentren für IC und Beckenschmerz“

    Gute Nachrichten gibt es überdies für Patienten, die unter Interstitieller Cystitis (IC), einer chronischen Blasenentzündung mit starkem Schmerz und Harndrang, leiden: Die Einführung einer Zertifizierung für „Zentren für IC und Beckenschmerz“ bedeutet einen großen Fortschritt für eine optimale interdisziplinäre und multiprofessionelle Versorgung. Die europaweit erste Zertifizierung durch die Interstitial Cystitis Association Deutschland e.V. erfolgte jüngst für das Kontinenzzentrum Südwest sowie die Klinik für Urologie und Kinderurologie gemeinsam mit anderen kooperierenden Fachabteilungen am Schwarzwald-Baar Klinikum.

Weitere Themen, die auf dem Kongress angesprochen wurden, waren u.a.: Infektiologie, Urolithiasis, Traumatologie, Benigne Prostatahyperplasie (BPH, gutartige Vergrößerung der Prostata), die medikamentöse Tumortherapie, Inkontinenz von Mann und Frau, Andrologie, Nierentransplantation und Kinderurologie.

Meine Empfehlungen:

Für mich persönlich waren die wichtigsten Informationen, dass die Unsicherheiten gegenüber dem PSA-Screening ausgeräumt werden konnten und dass die HPV-Impfung für Jungen und junge Männer eine so gute Schutzwirkung entfaltet.

Deshalb empfehle ich meinen männlichen Patienten

  1. ab einem Alter von 45 Jahren eine Tastuntersuchung mit Baseline-PSA-Bestimmung (bei einem Risiko in der Familie ab 40 Jahren)
  2. und Jungen ab einem Alter von ca. 10 Jahren eine HPV-Impfung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Dr. Angelika Werth